Freitag, 9. Januar 2015
JE SUIS CHARLIE
CHARLIE ist ein Hund. Welcher Rasse er angehört ? Keine Ahnung, und eigentlich spielt dies auch keine Rolle. Er ist ein Rüde, zäh, klein, freiheitsliebend und stolz.
Als wir hier in die Gegend gezogen sind, ist mir dieser selbstbewusste, kleine Hund immer wieder alleine, mit hocherhobener Schnauze über den Weg gelaufen. Und ich habe mich gewundert, wo den das Herrchen oder Frauchen ist. Aber da war weit und breit kein Mensch...
Irgendwann habe ich mitbekommen, das Charlie in dem Haus gleich gegenüber wohnt. Umzäunt von einem dicken, fetten Zaun - mit dem Versuch des Herrchens den Zaun lückenlos zu schliessen. Doch Charlie hat immer wieder einen Weg nach draussen gefunden.
Eines Tages kam ich von der Arbeit nach Hause und Charlie kommt mir entgegen. Na, eigentlich habe ich erst ein seltsames Geräusch wahrgenommen, etwas, das ich nicht identifizieren konnte ... und dann habe ich diese Plastikflasche, die sich über den Weg bewegt gesehen ... auf der Plastikflasche stand : CHARLIE und am andern Ende der Schnur hing er tatsächlich : CHARLIE.
Wie er unter diesem Zaun, der lückenlos verschlossen schien, hindurchgeschlüpft ist, ist uns allen ein Rätsel. Aber dieser Hund, dem die Freiheit wohl das oberste Gebot ist, hat es geschafft.
Seit dem sehen wir CHARLIE immer mal wieder frei auf den Wegen hier in der Nachbarschaft herumstreifen. Sein Herrchen hat begriffen, dass er ihn nicht einsperren kann.
Er wird immer wieder einen Weg finden in die FREIHEIT .
Das ist nicht nur für alle CHARLIEs dieser Welt das Oberste: die FREIHEIT - das ist für uns alle das Oberste : FREIHEIT !
Und wir lassen uns durch nichts in der Welt anleinen oder anketten ! Oder den Mund verbieten !
JE SUIS CHARLIE
Montag, 27. Oktober 2014
PAINTBALL
Paintball oder auch kurz "Paint" genannt ist ein Mannschaftssport, bei dem sich die Spieler mit sogenannten "Markierern" gegenseitig mit Farbkugeln abschiessen.
Bei einem Treffen ruft man "Hit" und verlässt dann das Gelände, am Besten mit angehobener Hand. - Verloren.
Wie das so geht, habe ich ausprobiert.
Sehr früh morgens bin ich aufgestanden, einige viele Kilometer gefahren, da das Paintball - Spiel in Tschechien irgendwie "besser" ist. - (hat Mann mir gesagt)
Ich habe mir ganz feste Schuhe angezogen, mich so gut wie nur möglich eingepackt, besser ausgestopft. Danach sah ich nicht nur aus wie ein Bibendum - Frauchen, ich habe mich auch so gefühlt.
Nein, ich bin zuvor noch nie beschossen worden, mit diesen Paintball Patronen. Aber ich habe mir Fotos zeigen lassen, von Verletzungen, die schon 'mal blaue Flecken hinterlassen können, und ehrlich, das tat mir beim Anschauen der Fotos schon weh.
Nach dem Ankleiden der kompletten Montur, mit einem Markierer ausgestattet durch eine Öffnung des engmaschigen Zaunes, die mir zumeist von einem der Männer (oder Jungs) aufgehalten wurde, Gentleman ? - auf das Spielfeld. - Eine alte Fabrikhalle. - Eigentlich eine tolle Location.
Als Kind würde ich hier lieber Super - Verstecken spielen wollen. Aber heute bin ich als Bibendum mit einem Auftrag und einer Druckluftwaffe, befüllt mit bunten Gelatinefarbkugeln ausgestattet, unterwegs.
Es gibt 2 Mannschaften, und verschiedene Spielzüge. Welches Spiel gerade durchgeführt wird, und wer zu welcher Mannschaft gehört, wird vorher ausserhalb des "Kriegsgebietes" festgelegt. Denn die Spielzone betreten darf man nur mit heruntergelassener Maske. Und dies ist auch gut so.
Das Spiel nun nennt sich: "Catch the flag" - Die Mannschaften müssen die Flagge des Gegners holen. Klingt in der Theorie einfach, die Praxis ? - na, mach das erstmal !
Nach dem Startschuss hasten alle los.
Da ich mich wie schon erwähnt, eher wie ein Michelin Frauchen fühle, ist das herumhüpfen, die Bewegung an und für sich und die Sicht eingeschränkt. Ich möchte fast behaupten sehr eingeschränkt.
Ich entscheide mich unsere Flagge zu bewachen. Und damit bin ich allein.
Alle anderen rennen los, sie wollen sich hinschmeissen, robben, den Gegner abschiessen, … Ich verspüre da überhaupt keine Ambitionen.
Also suche ich mir ein Versteck, von wo aus ich unsere Fahne gut beschützen kann.
Es ist mucksmäuschen still.
Ich kann meinen Atem hören, meinen Herzschlag. Und da es ein warmer Tag ist, spüre ich, wie ich anfange zu schwitzen und die Schweissperlen gaaanz sachte in meinem Rücken der Anziehungskraft der Erde zum Opfer fallen.
Ein Blatt segelt nicht unweit meines Versteckes zu Boden, ein Ast knackt. Ich schrecke zusammen. Kommt da jemand? ! In der Ferne ist das Geballer zu hören.
Wow, so fühlt sich das also an ? Mein Adrenalin Spiegel ist hoch, ich höre meinen Herzschlag in meinen Ohren. Angst ? Ja. Vor was? Keine Ahnung. Aber es wirkt bedrohlich. Oder ist das einmal mehr meine Fantasie?
Im echten Krieg, mit echten Gegnern, mit echten Waffen ohne engmaschige Zäune - da würde ich noch mehr Muffensausen haben. Was, wenn ich etwas ganz wichtiges beschützen müsste, mit meinem Leben ?
Da zu hocken und in diese Zeit zu gehen und nicht annähernd das zu empfinden, was die Menschen mit wirklicher Bedrohung und Angst aushalten müssen. …
Dann ist dieses Spiel aus. Meine Manschaft hat gewonnen. Unsere Flagge steckt noch in den Autoreifen.
Das nächste Spiel. Ich soll mit reingehen, nicht bei der Flagge bleiben. "Wir machen da vorne so einen Druck, die bekommen unserer Flagge nicht" - Gut, dann gehe ich eben auch.
Ich versuche "mutig" zu sein und pirsche mich an. Zwei Jungs hinter mir wollen mir Rückendeckung geben, sie ermutigen mich: "Ja, geh ruhig vor!"
Und ich marschiere voran, mit Herzklopfen. - Dann passiert es.
HIT ! Gleich zwei mal. - Und ja, es tut weh!
Ich hebe meine Hand, rufe "Hit!" und marschiere vom Gelände.
Bei strahlendem Sonnenschein setze ich mich in's Auto, passe auf, dass ich nicht's schmutzig mache. Ich bin mehrmals getroffen, ein "einfaches" Ziel. Tappt da doch eine Anfängerin im mehr Männer - / Jungslastigen Spielgelände herum, und will mal so austesten, wie dieses Paintball - Spiel so geht.
Ich bin zwar getroffen - und im echten Leben, wäre ich razz fazz verblutet, da es meine Oberschenkelschlagader getroffen hätte. Jetzt aber laufe ich aufrecht und vor allem lebendig einfach aus dem Kriegsgebiet heraus … das ist schon surreal.
Ich würde mir wünschen, dass niemand ein reales Hit erhält, und einfach aus den Kriegsgebieten herrausmarschieren kann.
Denn wenn keiner mehr hingeht zum Krieg machen, würden auch keine mehr stattfinden.
Und Paintball ? - Das ist vielleicht tasächlich eine "Jungssache" aber erlebt haben sollte Frau es schon einmal. - Und so ein fieser blauer Fleck, der vergeht ja zum Glück nach einer Zeit.
Bei einem Treffen ruft man "Hit" und verlässt dann das Gelände, am Besten mit angehobener Hand. - Verloren.
Wie das so geht, habe ich ausprobiert.
Sehr früh morgens bin ich aufgestanden, einige viele Kilometer gefahren, da das Paintball - Spiel in Tschechien irgendwie "besser" ist. - (hat Mann mir gesagt)
Ich habe mir ganz feste Schuhe angezogen, mich so gut wie nur möglich eingepackt, besser ausgestopft. Danach sah ich nicht nur aus wie ein Bibendum - Frauchen, ich habe mich auch so gefühlt.
Nein, ich bin zuvor noch nie beschossen worden, mit diesen Paintball Patronen. Aber ich habe mir Fotos zeigen lassen, von Verletzungen, die schon 'mal blaue Flecken hinterlassen können, und ehrlich, das tat mir beim Anschauen der Fotos schon weh.
Nach dem Ankleiden der kompletten Montur, mit einem Markierer ausgestattet durch eine Öffnung des engmaschigen Zaunes, die mir zumeist von einem der Männer (oder Jungs) aufgehalten wurde, Gentleman ? - auf das Spielfeld. - Eine alte Fabrikhalle. - Eigentlich eine tolle Location.
Als Kind würde ich hier lieber Super - Verstecken spielen wollen. Aber heute bin ich als Bibendum mit einem Auftrag und einer Druckluftwaffe, befüllt mit bunten Gelatinefarbkugeln ausgestattet, unterwegs.
Es gibt 2 Mannschaften, und verschiedene Spielzüge. Welches Spiel gerade durchgeführt wird, und wer zu welcher Mannschaft gehört, wird vorher ausserhalb des "Kriegsgebietes" festgelegt. Denn die Spielzone betreten darf man nur mit heruntergelassener Maske. Und dies ist auch gut so.
Das Spiel nun nennt sich: "Catch the flag" - Die Mannschaften müssen die Flagge des Gegners holen. Klingt in der Theorie einfach, die Praxis ? - na, mach das erstmal !
Nach dem Startschuss hasten alle los.
Da ich mich wie schon erwähnt, eher wie ein Michelin Frauchen fühle, ist das herumhüpfen, die Bewegung an und für sich und die Sicht eingeschränkt. Ich möchte fast behaupten sehr eingeschränkt.
Ich entscheide mich unsere Flagge zu bewachen. Und damit bin ich allein.
Alle anderen rennen los, sie wollen sich hinschmeissen, robben, den Gegner abschiessen, … Ich verspüre da überhaupt keine Ambitionen.
Also suche ich mir ein Versteck, von wo aus ich unsere Fahne gut beschützen kann.
Es ist mucksmäuschen still.
Ich kann meinen Atem hören, meinen Herzschlag. Und da es ein warmer Tag ist, spüre ich, wie ich anfange zu schwitzen und die Schweissperlen gaaanz sachte in meinem Rücken der Anziehungskraft der Erde zum Opfer fallen.
Ein Blatt segelt nicht unweit meines Versteckes zu Boden, ein Ast knackt. Ich schrecke zusammen. Kommt da jemand? ! In der Ferne ist das Geballer zu hören.
Wow, so fühlt sich das also an ? Mein Adrenalin Spiegel ist hoch, ich höre meinen Herzschlag in meinen Ohren. Angst ? Ja. Vor was? Keine Ahnung. Aber es wirkt bedrohlich. Oder ist das einmal mehr meine Fantasie?
Im echten Krieg, mit echten Gegnern, mit echten Waffen ohne engmaschige Zäune - da würde ich noch mehr Muffensausen haben. Was, wenn ich etwas ganz wichtiges beschützen müsste, mit meinem Leben ?
Da zu hocken und in diese Zeit zu gehen und nicht annähernd das zu empfinden, was die Menschen mit wirklicher Bedrohung und Angst aushalten müssen. …
Dann ist dieses Spiel aus. Meine Manschaft hat gewonnen. Unsere Flagge steckt noch in den Autoreifen.
Das nächste Spiel. Ich soll mit reingehen, nicht bei der Flagge bleiben. "Wir machen da vorne so einen Druck, die bekommen unserer Flagge nicht" - Gut, dann gehe ich eben auch.
Ich versuche "mutig" zu sein und pirsche mich an. Zwei Jungs hinter mir wollen mir Rückendeckung geben, sie ermutigen mich: "Ja, geh ruhig vor!"
Und ich marschiere voran, mit Herzklopfen. - Dann passiert es.
HIT ! Gleich zwei mal. - Und ja, es tut weh!
Ich hebe meine Hand, rufe "Hit!" und marschiere vom Gelände.
Bei strahlendem Sonnenschein setze ich mich in's Auto, passe auf, dass ich nicht's schmutzig mache. Ich bin mehrmals getroffen, ein "einfaches" Ziel. Tappt da doch eine Anfängerin im mehr Männer - / Jungslastigen Spielgelände herum, und will mal so austesten, wie dieses Paintball - Spiel so geht.
Ich bin zwar getroffen - und im echten Leben, wäre ich razz fazz verblutet, da es meine Oberschenkelschlagader getroffen hätte. Jetzt aber laufe ich aufrecht und vor allem lebendig einfach aus dem Kriegsgebiet heraus … das ist schon surreal.
Ich würde mir wünschen, dass niemand ein reales Hit erhält, und einfach aus den Kriegsgebieten herrausmarschieren kann.
Denn wenn keiner mehr hingeht zum Krieg machen, würden auch keine mehr stattfinden.
Und Paintball ? - Das ist vielleicht tasächlich eine "Jungssache" aber erlebt haben sollte Frau es schon einmal. - Und so ein fieser blauer Fleck, der vergeht ja zum Glück nach einer Zeit.
Freitag, 24. Oktober 2014
Wer ist Lucie Lechner ?
Eine Fotosession mit Antonia Wenzel - die mich zeigt.
Bunt, fröhlich, ernst, aber auch nachdenklich … in der Natur, die ich über alles LIEBE.
Farben, Duft, Sonnenstrahlen, Erde, Bäume … der Samen ist gesät, die Natur sprießt und sucht sich den Weg an's Licht.
Egal durch welche geglaubten Widerstände.
Bunt, fröhlich, ernst, aber auch nachdenklich … in der Natur, die ich über alles LIEBE.
Farben, Duft, Sonnenstrahlen, Erde, Bäume … der Samen ist gesät, die Natur sprießt und sucht sich den Weg an's Licht.
Egal durch welche geglaubten Widerstände.
Samstag, 23. August 2014
Die aus dem Kopf entsprungene
A - ta - na - po - ti - ni - ja
oder auch Tochter des Zeus und der Metis.
Der Mythologie nach, hatte Zeus die von ihm mit zwei Kindern schwangere Metis verschlungen, da prophezeit worden war, die noch ungeborene Tochter sei Zeus ebenbürtig, der ungeborene Sohn werde ihn stürzen.
Er bekam heftigste Kopfschmerzen und bat darum,
man möge seinen Kopf zerschlagen, - heraus entsprang Athena in voller Rüstung …
„Oft währt ein Gedanke nur einen Flügelschlag lang."(Der Orakelspruch zu Athenas Steinkauz)
Zwar währt ein Gedanke oft nur einen Flügelschlag lang; doch was, wenn dieser eine Flügelschlag so weit reicht, dass er sich einnistet ?
Im Kopf, und dort verweilt und auf die Gelegenheit wartet aus diesem sich zu befreien um hinaus in die Welt zu stürmen ?
Während der Gedanke sich einnistet, wird er genährt vom Gehirn und hoffentlich vom Herzen.
Athena war wohl in der Mythologie eine der ersten "Emanzen" - sie kam mehr nach ihrem Vater : mutig, burschikos und vor allem überaus klug. Da tat Zeus wohl gut daran die hochschwangere Metis zu verschlingen. Doch Metis bereitete ihm Kopfzerbrechen und so konnte Athena doch noch geboren werden - dem Kopfe Zeus entsprungen.
Die Göttin Athena lehrte die Helden Kriegslist und politische Klugheit. Doch war sie auch bekannt für ihren erfinderischen Geist - die Flöte, den Pflug und die Webkunst zählten zu ihren Errungenschaften. Sie ist die Beschützerin der Künste, das Handwerk und die Wissenschaft.
Gerade in diesen Bereichen ist es nicht genug, die Gedanken nur mit dem Kopf zu nähren.
Geht der Gedanke auch durch das Herz, können ihm so starke Schwingen erwachsen, wie sie es nur durch den Kopf gedacht nie ausgebildet hätten.
Ich nehme wohl an, dass Athena sich der Herzkraft weise bewusst war. Und die ihre klug eingesetzt hat. Sie setzte sich ein für die diplomatische Streitkunst und lehnte die Gewaltsame ab.
Für den Gedanken bedarf es Beides, um sich mit seinem Flügelschlag in die Lüfte zu erheben :
Das Herz und den Kopf.
oder auch Tochter des Zeus und der Metis.
Der Mythologie nach, hatte Zeus die von ihm mit zwei Kindern schwangere Metis verschlungen, da prophezeit worden war, die noch ungeborene Tochter sei Zeus ebenbürtig, der ungeborene Sohn werde ihn stürzen.
Er bekam heftigste Kopfschmerzen und bat darum,
man möge seinen Kopf zerschlagen, - heraus entsprang Athena in voller Rüstung …
„Oft währt ein Gedanke nur einen Flügelschlag lang."(Der Orakelspruch zu Athenas Steinkauz)
Zwar währt ein Gedanke oft nur einen Flügelschlag lang; doch was, wenn dieser eine Flügelschlag so weit reicht, dass er sich einnistet ?
Im Kopf, und dort verweilt und auf die Gelegenheit wartet aus diesem sich zu befreien um hinaus in die Welt zu stürmen ?
Während der Gedanke sich einnistet, wird er genährt vom Gehirn und hoffentlich vom Herzen.
Athena war wohl in der Mythologie eine der ersten "Emanzen" - sie kam mehr nach ihrem Vater : mutig, burschikos und vor allem überaus klug. Da tat Zeus wohl gut daran die hochschwangere Metis zu verschlingen. Doch Metis bereitete ihm Kopfzerbrechen und so konnte Athena doch noch geboren werden - dem Kopfe Zeus entsprungen.
Die Göttin Athena lehrte die Helden Kriegslist und politische Klugheit. Doch war sie auch bekannt für ihren erfinderischen Geist - die Flöte, den Pflug und die Webkunst zählten zu ihren Errungenschaften. Sie ist die Beschützerin der Künste, das Handwerk und die Wissenschaft.
Gerade in diesen Bereichen ist es nicht genug, die Gedanken nur mit dem Kopf zu nähren.
Geht der Gedanke auch durch das Herz, können ihm so starke Schwingen erwachsen, wie sie es nur durch den Kopf gedacht nie ausgebildet hätten.
Ich nehme wohl an, dass Athena sich der Herzkraft weise bewusst war. Und die ihre klug eingesetzt hat. Sie setzte sich ein für die diplomatische Streitkunst und lehnte die Gewaltsame ab.
Für den Gedanken bedarf es Beides, um sich mit seinem Flügelschlag in die Lüfte zu erheben :
Das Herz und den Kopf.
Dienstag, 19. August 2014
der Tag an dem mir die Schnecke über den Weg kroch
Die Schnecken.
Und es gibt sie in vielen Arten,
die Napfschnecke, die Nacktschnecke,
die Weinbergschnecke, die Spanische Wegschnecke, die Tigerschnecke, die Garten Bänderschnecke, … es soll angeblich bis zu
25 000 auf dem Land lebende Schneckenarten geben.
Als ich letzens spazieren war, überquerte diese Weinbergschnecke kriechend meinen Weg.
Beinahe wäre ich auf sie draufgetreten.
Da der Weg ein stark frequentierter ist, habe ich die Schnecke samt ihrem Haus kurzerhand aufgehoben und ihr einen Lift verpasst, ungefragt, den sie hatte sich schwupps in ihr Haus verkrochen.
Inmitten von sehr viel Grün, habe ich mich von dem bewohnten laaangsamen UrWohnmobil verabschiedet. Als ich sie noch eine Zeit beobachtete, bemerkte ich, wie sich mein Herzschlag und mein Atem verlangsamte. Ich wurde ruhiger und entspannter. Sie forderte mich durch ihr gemächliches kriechendes Wesen zur Langsamkeit und Innenschau auf.
Alles braucht seine Zeit, rennen und hasten funktioniert manches Mal nicht.
Die Schnecke trägt Ihr mobiles Haus am Rücken und kann sich zurückziehen, und hat mir gezeigt, dass ich dies auch tun kann.
Sich in sich selbst verkriechen, reflektieren und dann mit neuen Erkenntnissen in's Hier & Jetzt zurückkommen - um den Weg auf der Aufwärtsspirale fortzusetzen. Mit ihrer Schleimspur kann sie unglaubliche Wege erkriechen, auch die steilen.
Sie lehrt mich das Leben in Spiralen zu gehen, statt in Kreisen. In die Mitte kommen und alles alte und verkrustete auflösen und hinter mir lassen.
Ich weiss, so manches Mal sind Schnecken eine wahre Plage für die Gärtner, sie können die Pflanzen der Gärten anfressen oder gar leerfressen.
Aber ein guter Lehrer für die Langsamkeit sind die Kriechtiere sicherlich - leider wird die Langsamkeit in unserer Gesellschaft gerne negiert.
Wenn Dir also eine Schnecke mal über Deinen Weg kriecht, halte inne und mach es wie sie, verlangsam Dein Tempo und übe Dich in Langsamkeit.
Sonntag, 29. Juni 2014
Die TRAURIGkeit
Warum klettert dieses Gefühl immer wieder in mich hinein? Ohne Vorwarnung, ohne Anklopfen - Zack ist es da, sagt nicht einmal "Hallo" … wie eine Wolke sich über die Sonne schiebt, so schiebt sich dieses Trauern in das Herz und schlägt dort Kapriolen.
Gestern noch habe ich schallend gelacht, mit meinen Freundinnen gesessen, wir haben uns gar köstlichst amüsiert, als wären wir inmitten der Pubertät. Und dann verdunkelte sich der Horizont und es bagann zu regnen. - Und ich trug meine Trauer. Ich ertrug meine Trauer ? Ich wurde ihr bewusst, ich sah sie mir an, doch konnte ich den Ursprung nicht finden. Das: Warum ?
Es gibt keinen "Grund" - keinen für mich "sichtbaren".
Rainer M. Rilke beschreibt meinen Zustand des Traurig seins vortrefflich in seinen Briefen an einen jungen Dichter :
" … Da dürfen Sie, lieber Herr Kappus, nicht erschrecken, wenn eine Traurigkeit vor Ihnen sich aufhebt, so groß, wie Sie noch keine gesehen haben; wenn eine Unruhe, wie Licht und Wolkenschatten, über Ihre Hände geht und über all Ihr Tun. Sie müssen denken, dass etwas an Ihnen geschieht, dass das Leben Sie nicht vergessen hat, dass es Sie in der Hand hält; es wird Sie nicht fallen lassen. Warum wollen Sie irgendeine Schwermut von Ihrem Leben ausschließen, da Sie doch nicht wissen, was diese Zustände an Ihnen arbeiten? Warum wollen Sie sich mit der Frage verfolgen, woher das alles kommen mag und wohin es will? Da Sie doch wissen, dass Sie in den Übergängen sind, und nichts so sehr wünschten, als sich zu verwandeln."
Verwandeln ? Verwandeln - ein Wandel ?
"Traurig sein ist wohl etwas Natürliches.
Es ist wohl ein Atemholen zur Freude,
ein Vorbereiten der Seele dazu. "
- Paula Mendersohn - Becker
Ja, ich weiss.
Mein Kopf sagt mir: Die Freude ist gleich da, gleich um die Ecke.
Und ich hole tief Luft.
Einmal, Zweimal, … Öfter als Mehrmals.
Denn die Verwandlung wartet schon auf mich.
Und ich, mich im Übergang befindlich, nehme Abschied von dem was ich Jetzt bin,
und da darf die Traurigkeit sein.
Denn das, was ich Jetzt bin, werde ich nie wieder sein.
Und die Traurigkeit darf sich zurückziehen.
Bis zum Nächsten Mal, wenn der nächste Turnus der Verwandlung ist gekommen.
Montag, 9. Juni 2014
Die HerausFORDERung Berg
Ich liebe
Mein Eltern liebten und lieben die Natur wie ich, und ich stelle mehr und mehr fast, dass mich die Begegnung in der Natur bereichert - tobt ein Sturm in mir, kann ich auf dem Weg in das Auge des Orkans gehen und geniesse dort die Stille.
So auch wieder auf meiner kürzlichen Wanderung:
Ich bin mit meiner Freundin, die auch begeisterte Bergliebhaberin ist losgezogen.
Frisch, fröhlich und voller Vorfreude den Gipfel zu erklimmen.
Es war ein heisser Tag, eigentlich einer dieser Tage, an dem man sich faul an einen See legt, vielleicht auch mit einem guten Buch. Ab und an seinen erhitzen Körper in das eiskalte Nass tunkt um sich dann wieder den Zeilen zu widmen und in die Geschichte abzutauchen.
Aber wir wollten das Abenteuer an diesem heissen Tag in den Bergen suchen.
Wir hatten uns die Wolfsschlucht ausgesucht. Ein Weg von angezeigten 5 einhalb Stunden. Über den Schildenstein, den wir erklimmen wollten.
Dort oben rasten, den Blick geniessen, die Bergdolen bei ihrem Spiel mit der Thermik beobachten, um danach den Abstieg anzutreten.
So war der Plan. Und die Betonung liegt mal wieder auf: So WAR der Plan.
Die erste aufregende Etappe war die Wolfsschlucht mit ihrem wunderbaren Wasserfall und wir stürzten uns in den eiskalten Gumpen. Und der war wirklich eiskalt !
Ich habe es da nicht sehr lange ausgehalten, aber ich bin komplett eingetaucht !
Nach einer ausgelassenen Aufwärmphase in der Sonne, wanderten wir mit voller Kraft und Elan weiter. Hier und da blieben wir stehen und erfreuten uns am An - und Ausblick der Natur.
Es ist für mich immer wieder Wundervoll zu erleben, wie der Weg sich nach oben schlängelt, ich jeden Ausblick geniesse und mich freier fühle. …
Auf einem Felsvorsprung machten wir gegenseitig ausgelassene Fotos von uns.
Wir lachten und blödelten herum. Es überholten uns an diesem Punkt auch Wanderer, die wir später wieder treffen sollten. Irgednwie ist es in den Bergen und unter den Wanderen familiär. Man begrüßt sich lächelnd mit "Servus" und hält einen kleinen Ratsch…
Aber es ist immer noch der Berg, der die Macht hat.
Durch unsere Unachtsamkeit und Ausgelassenheit haben wir unbemerkt eine Abzweigung falsch interpretiert. Wir wanderten weiter, und es wurde recht anstrengend. Ich meinte noch: "Haha, komisch, wo ist den hier das Seil? Da muss man ja richtig gut klettern können. Aber das können wir ja!"
Und wir kletterten ohne Seil in den Berg, höher und höher und höher und höher …
Eine schwierige Stelle erklommen und auf einem Plateau stehend, völlig fertig lächtelte ich meine Freundin an und sie lachte zurück: " Du schaust aus!"
Irgendwann wurde es meiner Freundin komisch und sie hielt an: " Ich glaube wir sind hier falsch…"
Ok, dachte ich mir. Und jetzt?
Sie kam mit dem Vorschlag sie gehe zurück, ein Stück, und würde mal nach dem Weg ausschau halten … Ja, das tat sie dann auch.
Ich hing da immer noch im Hang. Wie gesagt, ohne Seil, ohne Sicherung.
Dann rief sie von unten herauf, dass sie den Weg und Menschen, die da unten wandern sehen könne. Wir seien hier falsch … Hm, dachte ich mir. Und jetzt ?
Es gibt da immer ein paar Möglichkeiten. Ich zählte 3 :
Herauf, wobei diese Option ist schwierig, wenn wir oben sind, wo sind wir dann? Gibt es einen Weg dahin, wohin wir wollten, oder hängen wir dann irgendwo oben?
Oder wir gehen den Weg zurück. Wobei diese Option, da kamen mir schon Zweifel. Der Weg rauf war schon nicht "lustig", aber zurück?
Mein Kopf fing schon an, an einer dritten Möglichkeit zu zimmern: "Rettungshubschrauber."
Wobei, ich mir dann überlegte: "Geh, bitte Lucie ! Wo soll der den landen?" Und dann: "Wer bezahlt das ? Und überhaupt, … diese Geschichte im Radio !? …"
Mein Kopf malte vor mir schon jegliches Horroszenario aus … und ich bei alle dem schon am Abstieg, abwechsend singend, fluchend, und mir selbst motivierende Worte zurufen: "Du schaffst das! Du bist hier raufgekommen, Du kommst hier auch wieder runter !"
Und wie ich so kletter und versuche nicht auf meine Kopfstimmen zu hören, bleibe ich mit meinem Stock, der mir da mehr hinderlich als behilflich war im Geäst der Kiefern hängen. Er, wie bei Pfeil und Bogen setzt sich in Bewegung, spannt sich und Tschuuuuung Dong mir voll an meinen Schädel!
Na, danke ! Ich habe mich einen Moment geschüttelt, und geschaut, wie es meinem Kopf und mir so geht. Schwindlig ? Nö, geht schon. Also, dann weiter. Und ich hangelte mich tapfer an den Kiefern, die ich zu meinen Seilen auserkoren hatte ab.
Für alle Ungebübten und Geübten: Dies bitte NICHT nachmachen !!!
Das hätte auch ganz gut schief gehen können, vor allem, ich habe mich gerade an einem Ast eingehalten und hing daran, bewegte meine Füße eine gute Stelle suchend, als der Ast brach, ich anfing zu rutschen, da ich ja noch keine gute Stelle gefunden hatte ! Und ich rutschte, und rutschte, … "zum Glück biste so dehnbar", dachte ich noch, und faste Mut und griff nach einem anderen Kiefernast, der stabil genug war und mich rutschendes, dehnbares, zerschürftes, verschwitzes, Herzklopfendes, blutendes Etwas aufhielt.
In diesem Moment schoss es durch meine Gedanken : "Ihr wunderbaren Kiefern ! DANKE !"
Ich liebe Kiefern schon lange, wenn sie in der Sonne stehen, dieser Duft! Und die Kiefernzapfen sich öffnen, das ist ein ganz besonderes Geräusch …
Und endlich waren wir dann auch wieder auf dem gekennzeichneten Weg!
Aber dieser Umweg hat uns jede Menge Kraft gekostet.
So wanderten wir in der Stille weiter und beschlossen den Schildensteingipfel für diesen Tag nicht zu erklimmen.
Der Abstieg war dann auch nicht ohne. Trotzdem, dass wir beide unserer Stöcke auspackten und sie auch benutzen, ging das in die eh schon geschundenen Oberschenkel.
Die Sonne stand schon tief, wir begegneten den Wanderen wieder, denen wir auf dem Aufstieg begegnet sind, grüßten, erzählten uns gegenseitig ein paar Anekdoten, wir natürlich unserer Geschichte mit dem "Verklettern" wie wir es nannten, die anderen Wanderer hatten auch ein paar Geschichten in Petto.
Müde, aber unglaublich glücklich, gelangten wir an unseren Ausgangspunkt.
Meine Beine und Füße waren weich wie Butter, und zum Auto laufend meinte ich zu meiner Freundin: "Du, ich glaube, wir sollten Klettern gehen ! So mit Seil und Absicherung…"
Das wird meine nächste Herausforderung: Klettern
die Berge.
Obwohl ich nicht in den Bergen geboren bin, aber die "frühkindliche" Prägung hatte ich mit den Bergen. Im Allgäu aufgewachsen und immer irgendwie in der Berglandschaft unterwegs.Mein Eltern liebten und lieben die Natur wie ich, und ich stelle mehr und mehr fast, dass mich die Begegnung in der Natur bereichert - tobt ein Sturm in mir, kann ich auf dem Weg in das Auge des Orkans gehen und geniesse dort die Stille.
So auch wieder auf meiner kürzlichen Wanderung:
Ich bin mit meiner Freundin, die auch begeisterte Bergliebhaberin ist losgezogen.
Frisch, fröhlich und voller Vorfreude den Gipfel zu erklimmen.
Es war ein heisser Tag, eigentlich einer dieser Tage, an dem man sich faul an einen See legt, vielleicht auch mit einem guten Buch. Ab und an seinen erhitzen Körper in das eiskalte Nass tunkt um sich dann wieder den Zeilen zu widmen und in die Geschichte abzutauchen.
Aber wir wollten das Abenteuer an diesem heissen Tag in den Bergen suchen.
Wir hatten uns die Wolfsschlucht ausgesucht. Ein Weg von angezeigten 5 einhalb Stunden. Über den Schildenstein, den wir erklimmen wollten.
Dort oben rasten, den Blick geniessen, die Bergdolen bei ihrem Spiel mit der Thermik beobachten, um danach den Abstieg anzutreten.
So war der Plan. Und die Betonung liegt mal wieder auf: So WAR der Plan.
Die erste aufregende Etappe war die Wolfsschlucht mit ihrem wunderbaren Wasserfall und wir stürzten uns in den eiskalten Gumpen. Und der war wirklich eiskalt !
Ich habe es da nicht sehr lange ausgehalten, aber ich bin komplett eingetaucht !
Nach einer ausgelassenen Aufwärmphase in der Sonne, wanderten wir mit voller Kraft und Elan weiter. Hier und da blieben wir stehen und erfreuten uns am An - und Ausblick der Natur.
Es ist für mich immer wieder Wundervoll zu erleben, wie der Weg sich nach oben schlängelt, ich jeden Ausblick geniesse und mich freier fühle. …
Auf einem Felsvorsprung machten wir gegenseitig ausgelassene Fotos von uns.
Wir lachten und blödelten herum. Es überholten uns an diesem Punkt auch Wanderer, die wir später wieder treffen sollten. Irgednwie ist es in den Bergen und unter den Wanderen familiär. Man begrüßt sich lächelnd mit "Servus" und hält einen kleinen Ratsch…
Aber es ist immer noch der Berg, der die Macht hat.
Durch unsere Unachtsamkeit und Ausgelassenheit haben wir unbemerkt eine Abzweigung falsch interpretiert. Wir wanderten weiter, und es wurde recht anstrengend. Ich meinte noch: "Haha, komisch, wo ist den hier das Seil? Da muss man ja richtig gut klettern können. Aber das können wir ja!"
Und wir kletterten ohne Seil in den Berg, höher und höher und höher und höher …
Eine schwierige Stelle erklommen und auf einem Plateau stehend, völlig fertig lächtelte ich meine Freundin an und sie lachte zurück: " Du schaust aus!"
Irgendwann wurde es meiner Freundin komisch und sie hielt an: " Ich glaube wir sind hier falsch…"
Ok, dachte ich mir. Und jetzt?
Sie kam mit dem Vorschlag sie gehe zurück, ein Stück, und würde mal nach dem Weg ausschau halten … Ja, das tat sie dann auch.
Ich hing da immer noch im Hang. Wie gesagt, ohne Seil, ohne Sicherung.
Dann rief sie von unten herauf, dass sie den Weg und Menschen, die da unten wandern sehen könne. Wir seien hier falsch … Hm, dachte ich mir. Und jetzt ?
Es gibt da immer ein paar Möglichkeiten. Ich zählte 3 :
Herauf, wobei diese Option ist schwierig, wenn wir oben sind, wo sind wir dann? Gibt es einen Weg dahin, wohin wir wollten, oder hängen wir dann irgendwo oben?
Oder wir gehen den Weg zurück. Wobei diese Option, da kamen mir schon Zweifel. Der Weg rauf war schon nicht "lustig", aber zurück?
Mein Kopf fing schon an, an einer dritten Möglichkeit zu zimmern: "Rettungshubschrauber."
Wobei, ich mir dann überlegte: "Geh, bitte Lucie ! Wo soll der den landen?" Und dann: "Wer bezahlt das ? Und überhaupt, … diese Geschichte im Radio !? …"
Mein Kopf malte vor mir schon jegliches Horroszenario aus … und ich bei alle dem schon am Abstieg, abwechsend singend, fluchend, und mir selbst motivierende Worte zurufen: "Du schaffst das! Du bist hier raufgekommen, Du kommst hier auch wieder runter !"
Und wie ich so kletter und versuche nicht auf meine Kopfstimmen zu hören, bleibe ich mit meinem Stock, der mir da mehr hinderlich als behilflich war im Geäst der Kiefern hängen. Er, wie bei Pfeil und Bogen setzt sich in Bewegung, spannt sich und Tschuuuuung Dong mir voll an meinen Schädel!
Na, danke ! Ich habe mich einen Moment geschüttelt, und geschaut, wie es meinem Kopf und mir so geht. Schwindlig ? Nö, geht schon. Also, dann weiter. Und ich hangelte mich tapfer an den Kiefern, die ich zu meinen Seilen auserkoren hatte ab.
Für alle Ungebübten und Geübten: Dies bitte NICHT nachmachen !!!
Das hätte auch ganz gut schief gehen können, vor allem, ich habe mich gerade an einem Ast eingehalten und hing daran, bewegte meine Füße eine gute Stelle suchend, als der Ast brach, ich anfing zu rutschen, da ich ja noch keine gute Stelle gefunden hatte ! Und ich rutschte, und rutschte, … "zum Glück biste so dehnbar", dachte ich noch, und faste Mut und griff nach einem anderen Kiefernast, der stabil genug war und mich rutschendes, dehnbares, zerschürftes, verschwitzes, Herzklopfendes, blutendes Etwas aufhielt.
In diesem Moment schoss es durch meine Gedanken : "Ihr wunderbaren Kiefern ! DANKE !"
Ich liebe Kiefern schon lange, wenn sie in der Sonne stehen, dieser Duft! Und die Kiefernzapfen sich öffnen, das ist ein ganz besonderes Geräusch …
Und endlich waren wir dann auch wieder auf dem gekennzeichneten Weg!
Aber dieser Umweg hat uns jede Menge Kraft gekostet.
So wanderten wir in der Stille weiter und beschlossen den Schildensteingipfel für diesen Tag nicht zu erklimmen.
Der Abstieg war dann auch nicht ohne. Trotzdem, dass wir beide unserer Stöcke auspackten und sie auch benutzen, ging das in die eh schon geschundenen Oberschenkel.
Die Sonne stand schon tief, wir begegneten den Wanderen wieder, denen wir auf dem Aufstieg begegnet sind, grüßten, erzählten uns gegenseitig ein paar Anekdoten, wir natürlich unserer Geschichte mit dem "Verklettern" wie wir es nannten, die anderen Wanderer hatten auch ein paar Geschichten in Petto.
Müde, aber unglaublich glücklich, gelangten wir an unseren Ausgangspunkt.
Meine Beine und Füße waren weich wie Butter, und zum Auto laufend meinte ich zu meiner Freundin: "Du, ich glaube, wir sollten Klettern gehen ! So mit Seil und Absicherung…"
Das wird meine nächste Herausforderung: Klettern
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