Montag, 7. Oktober 2013

Des Seele Enge




Aus der Enge in die Weite drängt die Seele, lockt das Leben. 
Oh, entfalte, Herz, dein Streben, eh's der Tod ins All befreite." 

Richard Fedor Leopold Dehmel (1863-1920) 
Deutscher Dichter, Lyriker, Dramatiker und Kinderbuchautor


Wenn deine Seele Enge spürt und sich nach Freiheit sehnt, 
wenn sie Achterbahn fährt, dein Gleichgewicht stört. 
Dich in's dunkle Tal jagt, dir den Atem und den Schlaf raubt. 
Du versuchst vorwärts zu gehen und dich im Rückwärtsgang wiederfindest. 
Wenn du an der einen Stelle zum tausendsten Mal vorbeikommst und doch keinen besseren Weg zu finden scheinst. 
Wenn deine Seele diese Enge verspürt und du dem Körper entschlüpfen möchtest. 
Doch kein Ausgang, kein Schlupfloch weit und breit. 
Du vor Schmerz Schreien möchtest, statt dessen stumm wie ein Fisch in den Meeren abtauchst. 
Dann gehe in die Stille, wirf Balast ab und zieh dich in dir zusammen. 
Und lausche deinem Herzschlag. 
Umarme deine Seele und wiege dich in deinem Rhythmus. 
Bis die Seele sich wieder liebevoll vereint mit dem Körper, der sie umschliest. 
Um dort zu verweilen, bis des Körpers Ende sie befreit und die Seele darf sich entfalten in den Weiten des Alls. 

So ab und an verspürt so mancher den Wunsch fortzulaufen, alles hinzuschmeissen, zu verreisen, auszuwandern, Schluss zu machen, zu kündigen, ... sich zu befreien. 
Gerade wenn der Berg vor einem sich auftürmt und man den Horizont nicht mehr sehen kann, nur lauter aufeinander gestapelte "To Do's" . 
Dann führt dies leicht zu einem Peng. 
Und eh man sich's versieht sitzt man im selbstkreierten Gefängnis, und der Schlüssel ist ausser Reichweite. 
Und da hilft oft nur das Innehalten. 
Warum sonst ist der neuste Trend 
Wandern, in die Stille gehen, in's Kloster gehen, ... 
Das Entspannt und wir kommen mit unserem Herzrhytmus in Kontakt und haben sogar die Chance diesem einfach einmal nur zu lauschen, ohne zu bewerten oder unsere To Do Listen durchzugehen. 
Und häufig erkennen wir in dieser unseren Stille mit unserer Seele und unserem Körper im Hier und Jetzt unseren gangbaren Weg in die Freiheit. Ohne Balast und Schmerz. 








Donnerstag, 8. August 2013

Wenn es Dich betrifft, dann reagierts Du - vielleicht dann aber auch zu spät ?

Die Krankenschwester in mir

Warum ich den Beruf der Krankenschwester erlernt habe? 
Das war eher pragmatisch: Ich wollte auf eigenen Füßen stehen und aus meinem Elternhaus heraus. Was kommt dann also in Frage? 
In der Ausbildung beim Bayrischen Roten Kreuz gab es eine Unterkunft, Essen und eine sehr gute Ausbildung. Gut, es war wie beim Militär, und wir mussten auch ganz strenge Regeln befolgen. Die bescheuertste fand ich damals, wie heute noch: wir durften keine Söckchen tragen. Strumpfhosen schon, aber keine Söckchen. Dabei weiss jeder, dass man Strumpfhosen nicht heiss waschen kann, Söckchen schon ... 
Aber gut, heute hat sich beim Bayrischen Roten Kreuz auch vieles verändert. 
Ich durchlief drei Jahre lang eine strenge, harte, lehrreiche Zeit. Und ich war motiviert. Die Arbeit machte mir Spaß. Und ich liebäugelte auch mit diversen Zusatzausbildungen, vielleicht auch mit dem Ausland. 
Nach meinem bestandenen Examen bin ich erst einmal nach München, dort habe ich als Krankenschwester, sehr bald als Leihschwester gearbeitet. Ich war in allen möglichen Bereichen eingesetzt. Urologie, HNO, Gastroenterologie, im Altenheim als Nachtschwester, als Privatkrankenschwester eines betuchten Münchners, Dialyse, Cardiologie, ... und 6 Wochen habe ich in der AIDS -  Ambulanz als Urlaubsvertretung gearbeitet.
Das war zu einer Zeit, als AIDS noch in einer Hysterie Welle um die Welt ging. Schlagzeilen wie: Ich habe jemanden mit AIDS angefasst, habe ich mich angesteckt? machten die Bevölkerung unsicher. Ich kann mich noch erinnern, wenn ich erwähnt habe, dass ich in der AIDS Ambulanz arbeite, rückten die Menschen erst einmal von mir weg und die erste Frage war immer: Hast du da nicht Angst dich anzustecken? 
DA hatte ich keine Angst. Ein paar wenige Jahre zuvor habe ich auf der Cardiologischen Station meinen Dienst verrichtet, wir hatten zu dieser Zeit einen HIV positiven Patienten, der von uns täglich eine Spritze erhalten hatte. Und ich habe mich am Nadelabwurfbehälter unglücklich gestochen! Diese Zeit, nicht wissend, ob ich mich angesteckt habe auch wenn das Risiko gering ist, das werde ich nicht vergessen. Ja, DA hatte ich Angst. Und als ich das negative Testergebnis schwarz auf weiss in Händen hielt, da viel mir ein riesen Stein vom Herzen! 
Aber bei der Arbeit auf der AIDS Ambulanz, nein, da hatte ich keine Angst. 
Ich habe mit bedacht hantiert. Und was mich am meisten beeindruckt hat, waren die Patienten: Sie waren so positiv, so um MEINE Gesundheit bedacht! 
Diese 6 Wochen zählen zu meinen persönlich ausserordentlichen Erfahrungen in meiner Laufbahn als Krankenschwester. 
Ich habe sehr viele Schicksale erlebt, so sehr traurige, aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass gerade diese Menschen mit solch einer Diagnose so viel geben. Und davor hatte und habe ich größten Respekt. 
Mit dieser Erinnerung möchte ich am 08.09. beim Run For Life teilnehmen. 
Viele der damaligen Patienten sind gestorben. Und ich finde es eine sehr gute Aktion mit dem Lauf die Münchner AIDS - Hilfe e.V. zu unterstützen. 
Es hätte mich damals auch treffen können, ja, eigentlich kann es jeden treffen. Das habe ich in den 6 Wochen auf der AIDS Ambulanz erfahren ...

Freitag, 2. August 2013

My Life - My Challenge

This picture was taken in Los Angeles, by Dennis Trantham, 18 years ago. It was a funny shooting, we laughed a lot.
But that was after having a hard time.
I never wanted to get maried.
I did.
I never wanted children.
I do have children. - A Girl and a Boy.
When I got married, I was on cloud nine. And yes, we wanted children. (Even when I, as a child, never wanted children.)
It took us 7 years of trying - And I gave up.
I started to make my dream come true, beeing an actress.
I was studying in Los Angeles and my life turned upside down. I met some important people and had some amazing opportunities to work on my career. And I did. Coming back to Europe and letting my wish to have children go, something astonishing happend:
It was a very cold winter and I was shooting in Berlin, during very, very cold nights ... And as I came home, I felt some unusual pain in my abdominal. So I went to the doctor. I thought, well maybe I'm having a cold.
And so I was sitting at the doctors waiting room, waiting, waiting. The other women where told by the doctor's assistant: "Everything is ok, you can go home..."  And I thought, she will tell me the same. But she smiled at me and nodded, than she said: "The doctor wants so see you..." Hä?! He wants to see me? Why? ... everything was going wild in my head. What's wrong with me? Why can't the doctor's assistant tell me the same, she told the other women?! ... And so I waited again, and there where some really scary things coming up in my mind.
Than finally sitting infront of the doctor, he looked at the papers and than he smired at me: "Gratulation! You are pregnant!"
"HÄ?!" I didn't understand. PREGNANT ?! HE was the one telling me 7 years that I'm not able to get pregnant. Is he having one of his funny days?
He looked at me: " You are not glad about having a baby?!"
Glad, - Happy, - Whatever. - I was confused !
That was it. I was pregnant, - and there was not this Happy Feeling - like in that romantic movies "Uchuh! I'm pragnant! Yeah! "
I was very down to earth.
Before I entered this surgery I had a plan, I was working on my career, and right at that time I was very lucky doing the things I did.
But now, everything changed. And there was another challenge growing up inside my body.
Lucky me, that I had no clue at that time.
Now, my girl soon will celebrate her 17th Birthday. She and her brother where my biggest Challenge in my Life. And I LoVe them, and tell them every day. Even if they sometimes pull my triggers and drive me nuts. The deepest LoVe I ever felt, was to hold this little human beeings in my arms, never forgetting the first time our eyes met, that's pure magic ! And I'm thankful, that somehow my career's having two peaks ;)





Samstag, 22. Juni 2013

The Musician and the Artist - the Vulnerability and the Trust ...



Amanda Palmer brings it to the point. 

              The Musicians and Artists 

      V U L N E R A B I L I T Y   &   T R U S T 

Artists and Musicians have always been connectors and openers.                         This is why I L O V E my Living - this is not only a JOB - To hold, to trust and to plunk down into the audience, to connect and to share - that's my live about. 
Seeing and listening to Amanda Palmer on   www.upworthy.com - An 8-Foot-Tall Woman is Destroying The Entire Music Industry. 
where she talks about her experience with her audience and fans: 
" ... Jumping off the stage into the crowd is exactly like asking if you can crash on someone's couch. If you ask people to catch you, they will. ... Amanda relives stripping naked and experiences a ridiculous level of trust and vulnerability with her fans ... Instead of asking How do we "make" people pay for the Art ?  ... Why don't we ask: How do we L E T  people pay for the Art?..." it triggered me.  

About 5 minutes before presenting on stage, most of us Artist or Musician we have the feeling we are going to decease. We call it : jitters. The heart is beating like hell, the pulse rate is shortly going through the roof, and some of us have the feeling they can't leave the toilet. 
There are so many things running through my head shortly before I present myself on stage - It's like an express train's speeding through my pate ... But than, the first step on stage, the first feeling of the lights, the first sound, the first connection to the audience, the first feeling the camera's getting connected with my essence of this moment NOW ........This is it!  It's giving and receiving. A marvelous feeling, a heart - touching - connecting - energy -feeling. 
A brilliant teacher reminded me, when I was talking to her, that I don't know if I have the guts to showcase myself naked on stage, - " trust and try it, and don't forget to enjoy it!" was her answer. I gazed at her, enjoy?! But the seconds before entering the stage naked - for me it was to conquer my biggest mountain, my biggest call out with my demons - I heard the word in my head. Enjoy ! And I enjoyed and I trusted, and I gave and I received. And I was blessed and very thankful. 
That's what I'm allowed to witness at the Club I'm working in right now. There are musicians coming to there LIVE Gigs, on tour, so every evening a Gig. And guess what? - The most popular Musicians are having buck fever the little space between jumping on stage performing LIVE infront of the audience and the minutes before the show. 
And I sometimes give them a hug, or make them smile. And they are thankful.

Andy Timmons, a great Musician ( playing since 15 jears with Olivia Newton John as here Studio Musician ) before playing  " Lucy in the sky "  
he announced through his micro:  " This song is especially for Lucy, we want to thank you."  I was deeply touched. 
That' s giving and receiving. 
And it makes the world a tiny little better. 

Sonntag, 16. Juni 2013

Voltaire and the Illusion



Zuerst ist da diese Illusion, dieses Bild, das wir haben. Es kommt aus dem Nichts und springt uns an. Es macht sich in uns breit. Groß und grösser. Bis es von uns Besitz genommen hat. Es besetzt uns.Wir empfinden es als angenehm, es erfreut uns. Wir leben mit dem Genuss, der Freude, der Lust. - Bis wir merken, ha! Momet, was brökelt da? Wir erforschen die Fassade, erkunden das Fundament, steigen in den Keller hinab, ... und stellen fest: Eine Illusion! Die Fassade blättert vom Mauerwerk, das Fundament ist nicht vorhanden, und der Keller modert ... ? 
Wie konnten wir nur dieser Illusion erliegen? Diesem Trugbild ? 
Es funktioniert wohl so ähnlich wie der Necker - Würfel, der ein gutes Beispiel für multistabile Wahrnehmung ist.
Dabei bestimmt die Erfahrung die Lage, in der die Figur vorzugsweise wahrgenommen wird. Bei längerem Betrachten des Bildes kippt der Necker - Würfel.
Und bei längerem Betrachten kippen auch wir, und die Illusion wird enttarnt ? 
Aber ist es dann noch eine Freude? 
Es kommt vor, dass wenn es zur Ent - täuschung kommt, dies auch mit Schmerzen einhergeht. Kommt ganz darauf an, wie wir damit umgehen. 
Wir können die Illusion aufrecht halten, aber irgendwann platzt jede Blase, so oder so. 
Habe ich daraus etwas gelernt? 
Für mich ist eine Illusion auf's erste nicht immer gleich Negativ. Darauf muss man sich, wenn man kommuniziert ersteinmal verständigen. Eine Definition, eine, die alle verstehen. 
Eine Illusion ist laut Duden eine Selbsttäuschung, aus dem Wunsch heraus, dass es besser sein möge, als es wirklich ist. Ja, das haben Optimisten so an sich, dass es besser sein möge, als es wirklich ist. Aber da könnte man wiederum argumentieren, dass es eine Welche Wahrheit ist ? 
Und so weiter und so weiter ... 
Und so komme ich zu meinem Fazit: 
Voltaire hat für mich recht, meine Illusionen sind meine Freude, mein Vergnügen und meine Wonne .. und je nachdem wie lange ich sie betrachte, ob sie kippt oder nicht,  - aber das,  ist eine andere Geschichte. 

Samstag, 11. Mai 2013

LUCIE & die kleine Meerjungfrau

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Eins meiner Lieblingsmärchen ist das der kleinen Meerjungfrau. 
Sie ist aus ihrem Element, der Liebe wegen entstiegen und hat sich in eine ihr fremde Welt begeben. Sie hat ihrem ICH entsagt. Ihre Schwanzflosse wurde unter Schmerzen zu Beinen und Füßen, sie hat ihrer Familie lebewohl gesagt und lebte stumm unter Menschen, die ihr nichts gutes wollten und nur auf ihren Vorteil bedacht waren. Sie liebte und glaubte sie werde geliebt. 
Doch diese Liebe, war einseitig. Und wenn eine Seite sich noch so sehr bemüht das Feuer der Liebe am Brennen zu halten, ist dieser nach einer Zeit entkräftet. 
So erging es der kleinen Meerjungfrau. Und den Preis den sie zu zahlen hatte war hoch. Sie ging zurück in ihr Element, und wurde zu Meeresschaum. Wenn ich das Wasser schäumen sehe, gedenke ich der kleinen Meerjungfrau, die ruft: Bleibe in deinem Element, und verändere dich nicht zu etwas, dass du nicht bist. Bleibe du selbst. 
Wenn der andere dich liebt, akzeptiert er dich so, wie du wirklich bist. 
Das ist wahre Liebe und die kann durch alle Elemente hindurch. In alle Ewigkeit.