Samstag, 11. Mai 2013

LUCIE & die kleine Meerjungfrau

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Eins meiner Lieblingsmärchen ist das der kleinen Meerjungfrau. 
Sie ist aus ihrem Element, der Liebe wegen entstiegen und hat sich in eine ihr fremde Welt begeben. Sie hat ihrem ICH entsagt. Ihre Schwanzflosse wurde unter Schmerzen zu Beinen und Füßen, sie hat ihrer Familie lebewohl gesagt und lebte stumm unter Menschen, die ihr nichts gutes wollten und nur auf ihren Vorteil bedacht waren. Sie liebte und glaubte sie werde geliebt. 
Doch diese Liebe, war einseitig. Und wenn eine Seite sich noch so sehr bemüht das Feuer der Liebe am Brennen zu halten, ist dieser nach einer Zeit entkräftet. 
So erging es der kleinen Meerjungfrau. Und den Preis den sie zu zahlen hatte war hoch. Sie ging zurück in ihr Element, und wurde zu Meeresschaum. Wenn ich das Wasser schäumen sehe, gedenke ich der kleinen Meerjungfrau, die ruft: Bleibe in deinem Element, und verändere dich nicht zu etwas, dass du nicht bist. Bleibe du selbst. 
Wenn der andere dich liebt, akzeptiert er dich so, wie du wirklich bist. 
Das ist wahre Liebe und die kann durch alle Elemente hindurch. In alle Ewigkeit. 

Sonntag, 31. März 2013

Psychoakustik

Die Psychoakustik - ein komiches Wort. Psycho - und Akustik. Der Hauch, Atem und die Lehre des Schalls, physikalisch gesehen. 

Ineinander greifende Kreise; Akustik, die Lehre vom Schall, der Töne, Klangwirkung und die Beschaffenheit eines Raumes bezüglich des Widerhalls vom Klang. Der Hauch, Atem oder wie wir sagen, die Seele. Die Seele des Menschen raegiert wie die Akustik. Wir reagieren auf die Beschaffenheit unserer Räume, tönen, klingen wieder. Wir senden mit unseren Schallwellen aus, erzeugen eine Reaktion und es kommen Wellen zu uns zurück. Auf die wir wiederum agieren. Manches Mal unbewusst - meisst unbewusst. Wir atmen ja auch kaum noch. Ja, wir atmen schon, sonst würden wir ja ersticken. Aber so richtig, so bewusst! Wer atmet denn heute noch bewusst? 
Dabei ist es dies, was uns am Leben hält. Unser Atmen. 
Wissenschaftler könnten bestimmt einen Zusammenhang erklären, zwischen lauter, wirrer Musik und unserem Atem, der sich verengt. Uns die Luft nimmt, den Raum. 
"When loudness kills you." - Eine bewährte Foltermethode, mit Lautstärke kann ich also den ganzen Raum einnehmen, der Seele und ihr den Hauch rauben. 
Sie abtöten. 
Aber Loudness ist nicht nur laute Musik. Loudness können auch meine eigenen Stimmen in meinem Kopf sein. Wenn die meinen Kopf als Großraumdisco missbrauchen und Party machen, meine Mind Monkeys, wie ich sie nenne. 
Dagegen hilft Atmen, Ein - atmen, Aus - atmen, Ein - atmen ... 
Das macht die Mind Monkeys müde. Das kennen wir ja alle, gehen wir an die frische Luft und bekommen ganz viel Sauerstoff ab, werden auch wir müde. 
Es löst nicht die Probleme, aber es wird leiser. 
Und machmal, wenn die Stille eintritt, weiten sich Räume, gibt es keinen Widerhall. Probleme, die unlösbar zu sein schienen, bekommen den Ausweg gezeigt. 
Loudness kills you - But - tranquillity's breathing 

Donnerstag, 28. März 2013

Die Geschichten liegen auf der Strasse – oder im Bücherregal.



Die Geschichten liegen auf der Strasse – oder im Bücherregal. 

Mein sicherlich prägenster Schreiblehrer Arwed Vogel, hatte während eines Seminars einmal 
gesagt: 
„Haltet Eure Augen und Ohren offen. Die besten Gechichten liegen auf der Strasse – ihr braucht nur gut zu beobachten oder gut zuzuhören...“ 
Ich habe über 20 Jahre lang als Krankenschwester gearbeitet. Die verletzlichste Zeit, ist die, wenn der Mensch krank ist. Ich habe sehr viele Geschichten erlebt, gehört, gesehen und gefühlt. 
Lustige, traurige, skurile, unglaubliche, eklige, gruselige und Wunder - volle. 
Alle wären eine Geschichte zu erzählen wert gewesen. Vielleicht hätte daraus auch ein Buch werden können? 
Aber es ist ja oft so im Leben, der Mensch denkt und wer auch immer lenkt. 
Da ist ja auch noch die Schauspielerin in mir. Und die wollte Fakten schaffen. 
Ich bin zweisprachig aufgewachsen und mein Deutsch ist ohne jeglichen Akzent. Keiner würde 
vermuten, dass ich Tschechisch spreche. 
Eines Tages war ich bei meiner Mutter, die über eine sehr große Bibliothek verfügt. Und ich hatte 
den Plan etwas tschechiches einzulesen und auf meine Homepage zu stellen. Also fragte ich sie, 
was ich den da aus dem Bücherregal ihrer Meinung nach ziehen sollte. 
Sie überlegte nicht lange und fischte zielstrebig ein Buch aus dem Jahre 1957 heraus. 
Božena Němcová's Pohádky. - Ja, Märchen, das ist gut. Dachte ich noch bei mir. Es ist ein ziemlich dickes Buch. Und ich schlug es auf. 
Und welches? - Ob mir meine Mutter einen Tip geben könnte? Nein. - Ja.  Natürlich nicht. 
Alle sind sehr schön. Und die Diskutiererei begann. 
Ich schlug kurzer Hand das Inhaltsverzeichnis auf. Mit dem Finger rutschte ich den Seitenanzeiger entlang und suchte nach dem kürzesten Märchen. 
„O Smoličkoví“-  Das ist das kürzeste.-  Sagte ich zu meiner Mutter, die sofort meinte, ja, ja, das ist sehr schön. Aber es gäbe da noch … und sie nahm mir das Buch aus der Hand und bagann zu suchen. 
Ich aber, meine mich damals schon irgendwie auf dieses Märchen eingeschossen zu haben. Was mich da auch immer gelenkt hatte. 
Wieder in München begann ich also, das Märchen jeden Abend im Bett laut zu lesen.
Ich wollte ersteinmal meine Zunge an die Verknotungen und an diese í – č – ĕ – š – ň  Buchstaben gewöhnen. 
Um so länger ich las, um so mehr war meine Familie über dieses „Tsching – tschong“ jeden Abend im Schlafzimmer genervt. 
In mir aber enstanden Bilder, Gerüche, Geräusche... 
Es war, als hätte ich Eintritt in Božena und Smoliček's Märchenwelt gefunden. 
Sie nahmen mich an die Hand und führten mich in ihren Märchenwald. Und jeden Abend freute ich mich schon in diese Welt zu entschwinden. Manchmal kam es mir so vor, als würden sie schon auf mich warten um mir ihre 
neuesten Errungenschaften zu zeigen. 
Nach einiger Zeit geschah es auch schon unter Tags: ich sah, spürte, schmeckte oder hörte die Eindrücke aus unserem Märchenwald. 
Eines Tages, da wusste ich tief in mir drinnen: Es ruft nach Dir! Dieses Geschichte will hinaus! Und ich begann alles aufzuschreiben, zu recherchieren und darüber zu sprechen. Und dann wurde dieser kleine Schlingel, den Božena damals schon erlebt hatte auch in meiner Welt lebendig. 
Und jetzt hat er ein Gesicht, einen Großvater und eine Hütte im Wald in dem er und sein Großvater leben... 
Und all das, weil ich das Rufen der Geschichte aus dem Bücherregal gehört habe. 
Das Rufen des kleinen Schlingels Smoliček, der zwischen den Buchseiten mit all den anderen 
Märchen Figuren Boženas eingesperrt war. Und der endlich seinen Weg heraus aus dem Buch in die Welt tun wollte um seine Erfahrungen selbst zu machen. 
Ja, Arwed, manchmal liegen die Geschichten auf der Strasse – aber manchmal auch zwischen den Buchseiten eingezwickt. 
Und an uns Autoren ist es, die Bücher aufzutun und die Helden zu befreien. 
Damit wir mit ihnen ihre und unsere aufregende, spannende und lehrreiche Reise antreten können. 

Das Märchen könnt Ihr auf
www.vomsmolicektumblr.com
verfolgen. 

Mittwoch, 2. Januar 2013

In the shadow of your wings I will take refuge Psalm 57


Be merciful to me, O God, be merciful to me,
    for in you my soul takes refuge;
in the shadow of your wings I will take refuge,
    till the storms of destruction pass by.
 I cry out to God Most High,
    to God who fulfills his purpose for me.
 He will send from heaven and save me;
    he will put to shame him who tramples on me. Selah
God will send out his steadfast love and his faithfulness!
My soul is in the midst of lions;
    I lie down amid fiery beasts—
the children of man, whose teeth are spears and arrows,
    whose tongues are sharp swords.
 Be exalted, O God, above the heavens!
    Let your glory be over all the earth!
 They set a net for my steps;
    my soul was bowed down.
They dug a pit in my way,
    but they have fallen into it themselves. Selah
 My heart is steadfast, O God,
    my heart is steadfast!
I will sing and make melody!
     Awake, my glory!
Awake, O harp and lyre!
    I will awake the dawn!
 I will give thanks to you, O Lord, among the peoples;
    I will sing praises to you among the nations.
 For your steadfast love is great to the heavens,
    your faithfulness to the clouds.
 Be exalted, O God, above the heavens!
    Let your glory be over all the earth!

This prayer has been prayed at the KZ Dachau. Over 12 years the inmates were praying this psalm in silence or shouting out. 
This is over 67 jears ago, but as I was visiting this place with a very good friend of mine and we've been walking in quiet and peace, the light went through the huge trees, that have been witnessing this painful time. And as standing there surrounded and embraced by the nature, Love and Light were filling up my heart. 
And as we walked through the door with the sign: 
                       "Arbeit macht frei" 
I turned around looking at this large drill ground, empty now. The sky was showing marvellous paintings and colors, and the wind efferesced up like to wave me out. 
 I went home, with the words that gave me hope: 
                 In the shadow of your wings I take refuge. 
In memorian my passed away jewish relatives.

Montag, 31. Dezember 2012

Der letzte Tag im Jahr 2012 - Life of Pi

Der letzte Tag im Jahr 2012 - Life of Pi

Die Kreiszahl Pi, eine faszinierende Zahl, mit der wir in unserer materiellen Welt das feststoffliche berechnen können, können ? 
Alles durchdacht, bewertet, bemessen und wissenschaftlich geprüft. 
Und doch gibt es sie immer wieder: diese Magie, diesen Zauber und diese Wunder, die wir weder beweisen, noch berechnen noch in irgendwelche Studien zwängen können. Und ab und an, sind diese besonderen Augenblicke so einmalig für uns, dass wir sie nicht wiederholen können, noch sie erzählen. Ja, manchmal wenn sie vorbei sind, wir selbst an der Tatsächlichkeit zweifeln... 
Es bagnn als ich aus meiner "normalen Welt" herausstolperte. Ich rutschte aus, und landete. Aber ich landete und begann zu fliegen. 
Alles irrationales Zeugs. Aber das war das Ende, der höchste Punkt im Kreis. Das Ende, das der Anfang ist. Mein Anfang. Verbunden mit meiner Familie, meinen Freunden, den Menschen und darüber hinaus. 
Ich weiss nicht, wohin der nächste Kreis mich führen wird, ich weiss nicht mit wem es Schnittstellen geben wird. Aber ich vertraue, und habe seit meinem Stolpern zu meinem Ur-vertrauen zurückgefunden. 
Mit vielen Inputs von Mentoren, Lehrern, meinen Kindern, den Büchern, dem Internet, den Downloads und den Begegnungen. Den Virtuellen und den Realen. 
Der Kreis bewegt sich weiter, ich bewege mich weiter.
Bedanke mich bei A L L E N - die mich begleitet haben, begleiten und begleiten wollen. Wir sind alle verbunden, auf magische Weise. 
Ich hoffe wir be - gegnen uns in 

                                          2013 

             bleibt gesund, neugierig, lustvoll, glücklich und offfen! 
                                In kreisender Liebe 
Eure 
Lucie ♥







Mittwoch, 26. Dezember 2012

Wie weit würdest du gehen?

"Wie weit würdest Du gehen?"

Diese Frage taucht in meinem Kopf immer wieder auf. Wie ein Warnsignal, wenn man auf der Autobahn fährt: "Könnten Sie jetzt noch bremsen?" 
Dieses Jahr neigt sich dem Ende zu und ich habe so vieles erlebt. Nicht nur schönes, ja so manch hässliches, dass mich sehr geärgert hat und mir so manch schlaflose Nacht bereitet hat. Aber ich habe dennoch nie die Zügel aus der Hand gegeben und mich immer bewusst zu einer Entscheidung entschlossen, beziehungsweise aufgeschlossen. Auch wenn sie unangenehm war, im ersten Moment. Die Konsequenz aus meinem Tun war immer in der Folge, die richtige Entscheidung. 
Es haben sich mir Türen und Portale in alle Richtungen eröffnet, an die hätte ich Anfang des Jahres nie geglaubt. Es war und ist eine spannende, aufregende, reiche Reise. In mein Innerstes, zu meinen Wurzeln und meinem ICH. 
Jeden Tag bin ich dankbar für dieses Geschenk des Erlebens, mit mir und meiner Familie, meinen Weggefährten (den Positiven und Negativen) und der Erde. 
Ich bin unsagbar dankbar über die Kreativität in mir, die so viel Farbe, Licht und Freude in mein Leben bringt. Ich bin dankbar über meine Begeisterung, die ich auch auf andere Menschen übertragen kann. Es ist ein Geben und Nehmen im Gleichgewicht. 

Einst ward ich begraben unter Steinen, 
deren Gewicht erdrückte mein Atmen, meinen Leib, mein Sein. 
Ich strebte nach dem Licht, den wärmenden Strahlen der Sonne. 
Die Sonne, die am Firmament hoch oben steht und auch verbrennen kann. 
Ich trotzte den Wassern, die von den Wolken ergossen sich über die Erde, 
und manch Sinnflut heraufbeschwörten. 
Ich wuchs und wand mich um die schwere Last. 
Bis meine zarten Blätter stark und weit aus dem Steinemeer ragten. 
Mein Lebensbaum begann zu blühen, 
ich konnte atmen und sein. 
Mich fortpflanzen und verwurzeln. 
Und ich wunchs und wuchs. 
Das Steinemeer kümmerte mich nicht mehr. 
Mein Stamm ward so stark und fest über die Jahre, 
so meine Wurzeln.  
Ich ward nun nicht mehr begraben unter den Steinen. 
Die Steine sammelten sich um mich und gaben mir so manches mal Halt. 

Wie weit ich gehen würde? 
Sehr weit, ich habe dieses Jahr erleben dürfen, dass alles Möglich ist:
                                        "Ask, Believe, Receive" 
Das Leben ist für mich nach wie vor ein Wunder. Ein Durchschreiten von Räumen, mit unglaublichen Türen und Portalen. 
Ich wünsche uns allen ein entspanntes, ver-trauendes Durchschreiten dieser Übergänge. 







Dienstag, 4. September 2012

The witch - Die Hexe


...da geht sie hin, wissend, sehend und mit alllerlei Kräuter und Braukunst mischend dem Kinde zur Hand. Helfend ihr, die Mutter vom rechten Wege abbringend, doch ist's auch der Weg der Tochter? Die voller Stolz will  ihren Dickkopf durchsetzen und nicht gehorchen. Sich befreien vom Vorgeschriebenen, und selbstbestimmt und frei sein, ihr Leben bestreiten. 
Die Mutter im Weg steht, die Hexe soll's richten und ein Gebräu mischen, so dass die Mutter der Tochter die 
Zustimmung gibt, ihren Weg zu gehen. Schnell ist ein Törtchen gezaubert und gar köstlich es mundet. Bis dann ein Bär wächst heran, voller Grazie und Krone, doch die Probleme der Tochter sind haarig und Bärenhoch und nicht befreiend. 
Die Hexe ist nur noch als AB zu erreichen, hat eine Nachricht für das rothaarige Kind. Das dritte Fläschchen spuckt das Rätsel aus, dies zu entschlüsseln es nun gilt, bis am 
zweiten Tag die Mutter für immer eine Bärin bleibt. Die Sonne geht auf, der zweite Tag bricht an, die Tochter nicht gefunden des Rätsels Lösung zur Befreiung der Mutter. Ein unter Tränen ausgestossenes "Ich will meine Mami wieder" befreit die Mutter vom Pelz und die Tochter vom Stolz. Die Liebe gewinnt, die Hexe mit ihrem Zaubergebräu schickte das rothaarige Mädchen sammt Mutter auf die Reise. Beide kehrten gesund und gereift wieder. Und lebten von da an glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage. 
Ja, so sind die Hexen - wissende, heilende, sehende Weiber, die dich schicken auf eine Reise, von der du wiederkehrst, vielleicht anders als du sie angetreten bist. So lange, bis du das aufgetragene Rätsel gelöst hast. 
Wie im Märchen, so im Leben. Und umgekehrt.